Die nächsten Termine in Dortmund
Sonntag, 20. Mai, 13 Uhr, Treffpunkt Hauptbahnhof gemeinsamer Besuch Ausstellung: Die Deutschen, die Zwangsarbeiter und der Krieg
Im Zweiten Weltkrieg wurden in Deutschland auf nahezu jeder Baustelle und jedem Bauernhof, in jedem Industriebetrieb und auch in Privathaushalten Zwangsarbeiter ausgebeutet. Dort wie in den besetzten Gebieten mussten insgesamt über 20 Millionen Männer
, Frauen und Kinder aus ganz Europa als "Fremdarbeiter", Kriegsgefangene oder KZ-Häftlinge Zwangsarbeit leisten.
Die Ausstellung „Zwangsarbeit“ des LWL-Industriemuseums auf der Zeche Zollern erzählt erstmals die gesamte Geschichte dieses Verbrechens und seiner Folgen nach 1945. Die
präsentierten Exponate und Fotografien ermöglichen es, das rassistisch definierte Verhältnis zwischen Deutschen und Zwangsarbeitern auszuloten - mit allen Handlungsspielräumen, die
sich den Menschen boten. Und sie zeigen, dass die Zwangsarbeit von Beginn an Teil der rassistischen Gesellschaftsordnung des NS-Staates war: Die propagierte "Volksgemeinschaft"
und die Zwangsarbeit der Ausgeschlossenen - beides gehörte zusammen. Die chronologisch gegliederte Schau stellt Bezüge zu Städten und Branchen Westfalens und
des Ruhrgebietes her und verweist auch auf konkrete Beispiele der Zwangsarbeit im Großraum Dortmund. Am Sonntag, 20. Mai, wird nachmittags eine kostenfreie Themenführung (“In der Knechtschaft.
Kriegsgefangene und Zwangsarbeiter im Ruhrbergbau, Spurensuche auf der Zeche Zollern”) angeboten. Wir treffen uns wegen Ticketaustausch und Mitnahme um 13 Uhr vor der Hauptbahnhof
Dortmund. Bei Interesse bitte eine kurze mail an salz-dortmund@gmx.de
Mittwoch, 6. Juni, 18.30 Uhr, Taranta Babu Arbeitstreffen
Das nächste Arbeitstreffen der Dortmunder SALZ-Aktiven findet statt am Mittwoch, 6. Juni, um 18.30 Uhr, im Taranta Babu, Humboldtstr.
Vorankündigung: im Juni, Taranta Babu Brasilien
Bericht über den Kongress der brasilianischen Gewerkschaftslinken. Genauere Informationen folgen.
im Porträt SALZ e.V.
Soziales, Arbeit, Leben & Zukunft (SALZ) ist es, was die Menschen bewegt, die sich gegen den
neoliberalen Mainstream in Bewegung setzen. Daran anknüpfend erteilt SALZ dem Zersplitterungsprozess der antikapitalistischen, sozialistischen Linken eine Absage und bietet
sich an für die gemeinsame, links-pluralistische politische Bildungsarbeit. Der gemeinnützige Verein dient der Förderung der Wissenschaft, Erziehung, Volks- und Berufsbildung sowie der
Völkerverständigung. mehr ...
Rückblicke
Lucy Redler / Sahra Wagenknecht Freiheit statt Kapitalismus
Es sei die „Eröffnung einer Debatte, um einen Übergang zum Sozialismus zu suchen“ bemerkte ein Diskutant und ergänzte: „Das bringt uns nach vorn.“
Gemeint war Sahra Wagenknechts neues Buch „Freiheit statt Kapitalismus“, um dessen Für und Wider es bei einer Diskussion der Bildungsgemeinschaft
SALZ Mitte Oktober 2011 ging. Das Pro übernahm Helmut Manz, stellvertretender Landessprecher der LINKEN in NRW, Contra gab Lucy Redler, Mitglieder der LINKEN und der SAV. mehr...
Prekarisierte Arbeit - geteilte Solidarität -
Alte und neue Arbeiterklasse in China
Auch –oder gerade? – die bürgerlichen Medien ziehen ob der
wirtschaftlichen Entwicklung in China immer wieder den Hut vor dessen erstaunlichen Leistungen. Betrug der Anteil der Volksrepublik an der Weltproduktion gerade mal drei Prozent
in den achtziger Jahren des letzten Jahrhunderts, so waren es im vergangenen Jahr 19 Prozent. Die gesamtwirtschaftliche Kapazität ist mittlerweile größer als die
in den USA. Haben auch die westlichen Linken Grund, vor diesem Riesenland den Hut zu ziehen? Labournet, express, tie und Südwind, unterstützt von SALZ und Taranta Babu haben die drei chinesischen
Basisaktivisten Au Loongyu, Yan Yuanzhang und Yu Feng eingeladen, um in einem Wochenendseminar annähernde Antworten auf diese Frage zu finden. mehr ...
Diskussion mit Karl-Heinz Dellwo: Der kommende Aufstand
„Es geht nicht mehr darum zu warten – auf einen Lichtblick, die Revolution, die atomare
Apokalypse oder eine soziale Bewegung. Noch zu warten, ist Wahnsinn.“ Das behauptete das Buch „Der kommende Aufstand“. 2007 in Frankreich erschienen, in mehrere Sprachen übersetzt und
mittlerweile von einem Millionenpublikum gelesen, ist es „mitreißend in der Lektüre sowie ein Versuch, linke bzw. postmarxistische Theorie mit sehr deutlichen anarchistischen Anklängen
einem breiteren Publikum zugänglich zu machen“, so der „Freitag“ in einer Besprechung. mehr ...
Wann ist eine Gewerkschaft eine Gewerkschaft? Der Arbeitskampf im Berliner Kino Babylon Mitte
Referenten: Mitglieder der FAU Berlin
Januar 2009: die prekär beschäftigte Belegschaft des Berliner Kinos Babylon-Mitte wehrte sich
gegen ihre schlechten Arbeitsbedingungen und die willkürliche Behandlung durch ihre Chefs. Der Versuch, bei Ver.di Unterstützung zu finden, scheiterte. Die Belegschaft schloss sich
deshalb der syndikalistischen Freien ArbeiterInnen Union (FAU) Berlin an. Es folgte ein sich zuspitzender Konflikt zwischen der Betriebsgruppe der FAU Berlin und der Geschäftsführung des Kinos. mehr ...
Jakob Moneta Jude, Gewerkschafter, Sozialist
Jakob Moneta, ein Urgestein der sozialistischen Arbeiterbewegung, wurde 95 Jahre alt. Jakob
hat sich Zeit seines Lebens für eine bessere, sozialistische Welt eingesetzt – in der Sozialdemokratie, als Chefredakteur der IG-Metallzeitschrift, als unbestechlicher Gegner
bürokratischer Strukturen und Politik in der Arbeiterbewegung und nach der so genannten „Wende“ 1989 in der PDS.
Am 11. November – Jakobs Geburtstag – zeigte der Bildungsverein SALZ den Film „Jakob Moneta – Jude,
Gewerkschafter, Sozialist“. Der Politikwissenschaftler Manuel Kellner führte in den Film ein. Der Film zeigte Stationen seines Lebens – angefangen
bei seiner Emigration 1933 nach Palästina, über seine Tätigkeit als Sozialreferent an der Deutschen Botschaft in Paris (wo er in Smoking und dem Corps Diplomatique
-Schild am Auto zu einem Empfang des Staatspräsidenten Charles de Gaulle in den Elysée-Palast fährt – mit führenden Vertretern der algerischen Widerstandsbewegung auf dem
Rücksitz) bis hin zu seiner aktuellen „revolutionären Zuversicht.“ mehr ...
Zur Lage in Afghanistan Veranstaltung mit Rashid aus Afghanistan In Afghanistan wird Krieg geführt. Der Angriffsbefehl des Obersten Klein auf die Zivilisten zeigt
, wie sehr die BRD mittendrin ist, obschon die Mehrheit der Bevölkerung den Krieg ablehnt. Selbst nach den geschönten Rechnungen der Bundesregierung kostet der Krieg jährlich rund eine Milliarde Euro.
Über die aktuelle Lage im Land, die Rolle der Bundeswehr und die geschichtliche Entwicklung informierte Rashid aus Afghanistan. Rashid lebt seit einigen Jahren in der BRD,
hat gute Kontakte direkt nach Afghanistan und unterstützt die dortige linke Opposition. mehr ...
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