|
Zur Lage in Afghanistan
Veranstaltung mit Rashid aus Afghanistan In Afghanistan wird Krieg geführt. Der Angriffsbefehl des Obersten Klein auf die Zivilisten zeigt,
wie sehr die BRD mittendrin ist, obschon die Mehrheit der Bevölkerung den Krieg ablehnt. Selbst nach den geschönten Rechnungen der Bundesregierung kostet der Krieg jährlich rund eine Milliarde Euro.
Auch wenn die Zahl der Kriegstoten offenbar als
„geheime Verschlußsache“ gilt, ist sicher: sie bewegt sich im vierstelligen Bereich. Die Hauptlast des Krieges trägt die afghanische Bevölkerung. Die UN-Mission in Afghanistan hat alleine im letzten Jahr
2.500 zivile Opfer registriert. Durch den Krieg leiden die Menschen an Unterernährung und sterben Kinder an vermeidbaren Krankheiten. Ein sofortiger Abzug der Nato-Einheiten und die Wiederherstellung
der Souveränität Afghanistans sind die Voraussetzungen für eine friedliche Entwicklung am Hindukusch. Die Besatzungsmächte hingegen setzen auf eine Eskalation des Krieges gegen die Bevölkerung.
Über die aktuelle Lage im Land, die Rolle der Bundeswehr und die geschichtliche Entwicklung informierte Rashid aus Afghanistan. Rashid lebt seit einigen Jahren in
der BRD, hat gute Kontakte direkt nach Afghanistan und unterstützt die dortige linke Opposition. In seinem Vortrag hatte er u.a. folgende Fragen angesprochen:
Geht es den Großmächte in Afghanistan um den „Kampf gegen den Terror“ oder vor allem um wirtschafts-politische Interessen? Welchen Einfluss haben Warlords und
Drogenbarone auf die Regierung Karsai? Kann die neue Strategie des Westen (Kombination von militärischer Offensive mit zivilen Projekten, Bestechung von
„Stammesführern“,) erfolgreich sein? Über welchen Rückhalt verfügen die Taliban unter den verschiedenen Völkern Afghanistans? Wie ist die Lage der Frauen in der
Gesellschaft? Können Gewerkschaften legal arbeiten und haben Linke noch Einfluss?
Eine gemeinsame Veranstaltung mit dem Kreisverband Dortmund der LINKEN, isl
(Internationale Sozialistische Linke) und RSB (Revolutionär-Sozialistischer Bund).
Vortragsskript
6. Mail 2010
|