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Wolf Stammnitz, Ratsmitglied der LINKEN, las aus seiner Lebensgeschichte Widerspruch leben
Z ur autobiografischen Lesung „Widerspruch leben“ des Dortmunder Ratsmitgliedes
Wolf Stammnitz hatte SALZ gemeinsam mit der LINKEN im Junik 2008 eingeladen. In seiner Autobiografie nahm uns Wolf Stammnitz, Jahrgang 1939, mit auf eine Zeitreise durch die jüngere politische
Geschichte. Hier berichtete einer, den eine Westberliner Polizeikugel politisch weckte, und der sich nach 1968 zu schade war für Selbstverleugnung und den »Marsch durch die Institutionen« á la Joschka Fischer.
Stattdessen suchte er jahrzehntelang nach Wegen, dem Kommunismus in Deutschland eine zeitgemäße Gestalt und Aussagekraft zu geben. Der aus diesem Grund seine
bürgerliche Karriere als Stadtplaner gegen Industriearbeit eintauschte, Widerstände gegen Mietspekuanten, Betriebskämpfe gegen Profiteure und Plattmacher anzettelte.
Der 1980 mit dem »wirksamsten politischen Theater, das die Bundesrepublik je gesehen hat«, mit B. Brechts Anachronistischem Zug, F.J. Strauß als Kanzler verhindern half.
Er berichtet, wie ihn 1989 die Niederlage des Sozialismus im Osten in seine tiefste persönliche Krise stürzte, aus der heraus ihn sein Weg in die PDS und mit ihr in Die
Linke führte, deren Kommunalpolitik er als Fraktionsvorsitzender im Dortmunder Stadtrat nun profiliert mitgestaltet.
"Widerspruch leben" ist jetzt erschienen im Pahl-Rugenstein Verlag (189 S., 31 Abb. 16,90 Euro, ISBN 978-3-89144-394-1) Bestellungen an: widerspruch.leben@t-online.de
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